Bilingualer Unterricht
Bilingualer Unterricht in den Wahlpflichtkursen
Im Rahmen des europäischen Zusammenwachsens und der Globalisierung wird die Auseinandersetzung mit Englisch immer selbstverständlicher. In der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen ist Mehrsprachigkeit ohnehin schon vielfach Realität geworden. So gehört es bereits zum Alltag, dass Kinder und Jugendliche mit verschiedenen kulturellen Hintergründen miteinander lernen und die englische Sprache nimmt dabei immer mehr an Bedeutung zu. Dementsprechend erfordert das für unsere Schülerinnen und Schüler eine größere Sprachkompetenz als früher. Wir bieten daher bestimmte Wahlpflichtkurse der Jahrgänge 7 und 8 bilingual, in diesem Fall auf Englisch, an und zwar Kunst in Klasse 7 und Erdkunde in Klasse 8. Wichtig dabei ist, dass die englische Rechtschreibung, Grammatik, Aussprache etc. in diesen Kursen nicht in die Zensur einfließen! Es geht lediglich um die Sprache als Mittel und das Lernen von fachspezifischen Begriffen.
Mehr Informationen über die durchweg positiven Ergebnisse des bilingualen Unterrichts können Sie hier in Auszügen aus der Studie Deutsch Englisch Schülerleistungen International (DESI) erhalten:
An weit über 150 Schulen in Deutschland ist Englisch die Unterrichtssprache in Fächern wie Geschichte, Erdkunde, Politik, Biologie, Kunst und Sport. Der Schwerpunkt bilingualer Schulen liegt dabei in NRW und Niedersachsen, Tendenz steigend. Es gibt in Niedersachsen ca. 80 Schulen mit bilingualem Angebot, das heißt, dass mindestens ein Sachfach, wie Erdkunde, Biologie, etc. in einer anderen Fremdsprache wie z.B. Englisch, Französisch, etc. unterrichtet wird. Immer mehr Gesamtschulen und Realschulen bieten bilingualen Unterricht an. Bilingualer Unterricht bedeutet Englisch als Arbeitssprache. Hierzu hat die DESI Studie aus dem Jahre 2006 Schüler aus bilingualen Klassen mit Schülern aus nicht-bilingualen Klassen verglichen und folgende Ergebnisse wissenschaftlich belegt:
Es wird laut Studie davon ausgegangen, dass die teilnehmenden Schüler durch den vermehrten Gebrauch der Fremdsprache in natürlicher Kommunikation einen sprachlichen Zugewinn erlangen. Es ergeben sich für die Schüler nicht nur Veränderungen im unterrichteten Sachfach, sondern auch stark im Fremdsprachenunterricht selbst, da sie sich schnell daran gewöhnen, diese Fremdsprache als Mittel zur Kommunikation zu verwenden. Sie erkennen, dass es, wie oft im alltäglichen Englischunterricht, nicht um Grammatikregeln etc. geht, sondern die Sprache im bilingualen Fach „nur“ eingesetzt wird, um über Inhalte des Faches, z.B. Biologie oder Kunst, zu reden. Die Sprache selbst spielt also eine sekundäre Rolle und fließt in die Bewertung nicht mit ein. Für die DESI Studie wurden Schulen ausgewählt, die mindestens ab Klasse 7 ein bilinguales Angebot hatten. Die Stichprobe umfasste insgesamt 38 Klassen und 958 Schüler, die mindestens in einem Sachfach auf Englisch unterrichtet wurden. Die Ergebnisse zeigten, dass sich in allen Kompetenzen im Englischen, wie Grammatik, Hör- und Leseverstehen, Sprachbewusstheit etc. ein deutlicher Vorsprung dieser Gruppe zeigte. Die Einflüsse auf das Hörverstehen sind dabei so deutlich, dass festgestellt wurde, dass diese Schüler am Ende der Schulzeit über eine doppelt so gute Hörverstehenskompetenz verfügten als Schüler ohne bilinguale Angebote.
Wir hoffen, mit diesen Informationen die eventuell vorhandene Unsicherheit bei der Wahl der WPKs genommen zu haben und würden uns über ein reges Interesse an den bilingualen Kursen freuen!