Erich-Kästner-Realschule Tostedt

Sicherheitskonzept

Sicherheitskonzept der Erich–Kästner–Realschule

1. Grundsätzliche Vorstellung

Ein Sicherheitskonzept soll helfen, Schwachstellen an der Schule – in Bezug auf die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern, Lehrerkräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – aufzudecken, damit sie beseitigt werden können. Außerdem soll es helfen, einen möglichst hohen Sicherheitsstandard für alle Beteiligten zu erreichen. Dafür ist eine gute Zusammenarbeit von Schule, Elternhaus, Polizei und Mitarbeitern anderer Einrichtungen wichtig.

Das Sicherheitskonzept ist natürlich dynamisch, denn es muss regelmäßig überarbeitet, ergänzt und neuen Anforderungen und Gegebenheiten angepasst werden. Es ist auch regelmäßig auf Alltagstauglichkeit zu überprüfen.

2. Ziele

An der Schule soll ein entspanntes, angstfreies Klima herrschen, das sich durch gegenseitige Hilfe, Gespräche und ein Patensystem sowie eine Konfliktlotsen AG auszeichnet.

Ziel ist in erster Linie der Schutz der Personen in der Schule. Dafür müssen auch bauliche Gegebenheiten geprüft und evtl. verbessert werden, um Unfallquellen auszuschließen.

Eine Analyse von Unfallmeldungen soll helfen, unfallträchtige Bereiche aufzuspüren und zu beseitigen.

Feste Vereinbarungen und Regeln, an die sich jeder hält, sollen helfen, ein hohes Maß an Sicherheit in unserer Schule zu erzielen.

Regelmäßige Übungen zum Verhalten in z.B. Brandfällen sollen für ein gewisses Maß an Routine – Vermeiden von panikartigem Verhalten, weil jeder weiß, was er machen muss – und damit für Sicherheit sorgen.

3. Maßnahmen

a. Verhaltenspräventive Maßnahmen

  • Besprechung der Schulordnung im Klassenverband ( jährlich)
  • Besprechung von Verhaltensregeln in den Naturwissenschaftlichen Räumen / Werkraum (jährlich)
  • Schulneulinge lernen das Gebäude und die Mitarbeiter der Schule kennen ( Einführungswoche für 5. Klassen)
  • Die SchülerInnen der neu aufgenommenen 5. Klassen bekommen Schülerpaten zur Seite gestellt.
  • Übernahme von Mitverantwortung soll gefördert werden: SV, Patenschaften, Konfliktlotsen, Klassensprecher, Schulsanitätsdienst
  • Für die Sicherheit in den Pausen und an der Bushaltestelle werden Lehrkräfte eingesetzt. Außerdem werden sie im Schulgebäude von der Schüleraufsicht unterstützt.
  • Die dafür eingeteilten Schüler können sich mit einem Ausweis ausweisen.
  • Für die Sicherheit auf dem Schulweg wird im Herbst eine Fahrradkontrolle in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt. Ebenso sind die Eltern für das richtige Verhalten der SchülerInnen auf dem Schulweg zuständig.
  • (Thematisierung auf einem Elternabend)
  • Unbefugte oder fremde Personen im Schulgebäude ansprechen, um sicherzustellen, dass sich niemand unbefugt in der Schule aufhält.
  • Jedes Jahr wird ein Erste-Hilfe-Kurs für die Kollegen durchgeführt (Drittel – Prinzip).
  • Einüben von Verhaltensregeln in möglichen Gefahrensituationen mit allen Schülern mindestens 1 x jährlich, auch unangekündigte Übungen
  • Fehlende SchülerInnen sind gleich zu Beginn des Unterrichts ins Klassenbuch einzutragen.
  • Info an die Eltern: SchülerInnen, die erkrankt sind, sollen morgens telefonisch, per Fax usw krank gemeldet werden.
  • Fällt auf, dass ein Schüler unentschuldigt fehlt, muss der Klassenlehrer telefonisch Kontakt zu den Eltern aufnehmen.

b. Organisatorische/ Technische Maßnahmen

  • Fluchtpläne sollen in jeder Etage gut sichtbar aushängen
  • In den Klassen- und Fachräumen werden Aushänge angebracht: 1. Fluchtweg + 2. Verhalten im Alarmfall. Diese Pläne sollen zu Beginn des Schuljahres von den Klassenlehrern durchgegangen und erläutert werden.
  • Feste Regeln für den Brandfall sind aufgestellt und bekannt:
    • Klassenbuch mitnehmen
    • Fenster und Türen schließen, nicht verschließen
    • Fluchtplan folgen und an den vorgegebnen Sammelpunkten einfinden
    • Kontrolle, ob alle Schüler das Gebäude verlassen haben
    • Meldung an Schulleitung
  • Anbringung von einer ausreichenden Zahl an Feuerlöschern an gut zugänglichen Plätzen (Hausmeister)
  • Fluchtwege sind gekennzeichnet und beleuchtet (Hausmeister)
  • In den Fachräumen der 2. Etage, im Werkraum, im Hauswirtschaftsraum und in den Turnhallen sind Telefone installiert worden, um im Notfall schnell handeln zu können
  • Eine Alarmanlage mit bekanntem Alarmton ist installiert.
  • Die Türen zu den Zwischenfluren/Treppenhäusern sind Brandschutztüren, die bei Feuer automatisch schließen.
  • Treppenhäuser und Fluchttüren müssen barrierefrei sein.
  • Zum Verlassen des Schulgebäudes stehen mehrere Treppenhäuser zur Verfügung. Kann ein Treppenhaus nicht benutzt werden, so können die SchülerInnen über Verbindungstüren zwischen den mittleren Klassenräumen ein anderes Treppenhaus erreichen.
  • Es sind Arbeitsgemeinschaften eingerichtet, die die Sicherheit an unserer Schule unterstützen:
    • Wir haben ausgebildete Schulsanitäter (AG Schulsanitätsdienst, Stephanie McGauran), die bei kleineren Unfällen per Walkie-Talkie benachrichtigt werden und eigenständig helfen. Die Unfälle werden in ein Verbandbuch eingetragen.
    • Ausgebildete Konfliktlotsen (unter Leitung von Elke Müller) schlichten Streitfälle unter den Schülern. In schwierigeren Fällen holen sie sich Hilfe, z.B. bei der Beratungslehrerin.
    • Es bestehen Kooperationen mit außerschulischen Einrichtungen, um dieses Anliegen zu unterstützen:
      mit der RESO Fabrik
      mit dem Jugendpfleger, der Jugendhilfe
      mit der Polizei
    • Wir bieten in Zusammenarbeit mit den oben genannten Organisationen/Einrichtungen Präventionsprogramme an, wie
      z.B. „Wir sind stark“, oder „Straftaten und Gefahren im Internet“, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.
  • Die Fachleitung Chemie erstellt die Gefahrstoffliste und die Betriebsanweisungen mit Hilfe einer Software (D-GISS), legt Ordner an und platziert sie gut erreichbar an abgesprochenen Orten.
  • Der Hausmeister erstellt eine Liste für Putzmittel, Farben, usw.

4. Erfolgskriterien

Der Erfolg des Sicherheitskonzeptes wird erkennbar, wenn z.B. Brandschutzübungen erfolgreich verlaufen und jeder weiß, wie er sich verhalten muss. Wenn Unfälle auf Grund mangelhafter Beschaffenheit oder Ausstattung des Gebäudes weniger werden oder entfallen.
Es ist erfolgreich, wenn alle Beteiligten das Ziel von einem fairen Umgang miteinander akzeptieren und verfolgen.

5. Evaluation

Jedes Jahr sollen 3 Fachkonferenzen des Arbeitsschutzausschusses stattfinden, auf denen über das Konzept, über zu treffende Maßnahmen, notwendige Ergänzungen und Änderungen gesprochen wird. Mitglieder sind: Schulleitung, Hausmeister, Sicherheitsbeauftragte, 2 Mitglieder des Personalrates, Elternvertreter und Experten.

Sicherheitsmängel, die Kollegen/Kolleginnen oder Schülern/Schülerinnen auffallen, sollen sofort der Schulleitung oder der Sicherheitsbeauftragten gemeldet werden, damit schnelle Abhilfe geschaffen werden kann.

6. Erlasse

„Sicherheits- und Gewaltpräventionsmaßnahmen in Schulen“
RdErl. D. MK v. 15.2.2005 – 23.3 – 51 650 – VORIS 22410-
Bezug: Gem. RdErl. D. MK, d. Ml u. d. MJ vom 30.9.2003 – 201 – 51 661 (SVBl. S. 380)