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Das Lions-Quest-Programm

Seit einigen Jahren unterrichten an unserer Schule Lehrerinnen und Lehrer mit einer Ausbildung des Lions-International zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen im Alter von 10 bis 15 Jahren. 
Dieses Förderprogramm vermittelt Lebenskompetenzen und ist damit eine wirksame Vorbeugung gegen Suchtgefährdung und reduziert die Gewaltbereitschaft. Es fördert Offenheit, Ehrlichkeit und Toleranz.

Beginnend mit der ersten Schulwoche im Schuljahr werden bei Bedarf mit der Lerngruppe angemessene Unterrichtsreihen durchgeführt oder auch als „Ideenkiste“ situativ angewendet. Das Lions-Quest-Programm soll die Schülerinnen und Schüler unterstützen, ihr Selbstvertrauen aufzubauen und zu pflegen, Konflikt- und Risikosituationen zu begegnen und für Probleme konstruktive Lösungen zu finden.

Und wer sich wohl fühlt, kann auch bessere Schulleistungen erzielen, die Jugendlichen haben auch am Lernen mehr Spaß!

Im Jahr 2005 wurde erstmals mit den Fünftklässlern eine Einführungswoche zur Schulung der Sozial-, Selbst- und Methodenkompetenz durchgeführt. Sie orientiert sich am Lions-Quest-Programm wie auch an den Ergebnissen der Reform-Realschule Enger, die selbst Bausteine zu Schlüsselqualifikationen entwickelt und erprobt hat.

Diese Einführungswoche war bereits erfolgreich und soll stetig weiterentwickelt werden.

Auf der Gesamtkonferenz vom 19. November 2008 wurde dann über eine Erweiterung des Lions-Quest-Programms auf alle Jahrgangsstufen diskutiert und beschlossen, eine Projektgruppe "Soziales Lernen" einzurichten. Die Gruppe wird konkrete Maßnahmen zur Umsetzung des Programms entwickeln und Vorschläge zur Einbringung in das schuleigene Präventionskonzept und/oder das Schulprogramm erarbeiten.

Zur Erreichung dieses Ziels hat die EKRS einen Kontrakt mit der Landesschulbehörde in Lüneburg unterzeichnet, um deren Leistungen und Angebote für das nächste Jahr nutzen zu können. So z.B. werden sich auf mehreren Fortbildungen die Lehrkräfte für die Umsetzung des Lions-Quest-Programms "Erwachsen werden" schulen lassen. Seit Schuljahresbeginn 2009 haben die 5. und 6. Klassen eine in ihrem Stundenplan fest eingerichtete "Lions-Quest-Stunde" erhalten.

 

Wer oder was ist Lions-Quest?

Lions-Quest ist ein gemeinsames Projekt von Lions Clubs International und Quest International. Während Quest International für die pädagogische Arbeit verantwortlich ist, kümmert sich Lions Clubs International um die Verbreitung des Programms in den Schulen und um die Finanzierung des Unterrichtsmaterials und der Seminare für die Lehrerinnen und Lehrer. Seit Sommer 2000 ist Lions-Quest Deutschland im "Hilfswerk der Deutschen Lions e. V." ein eigenständiges Ressort, das für Inhalt und Umsetzung des Programms "Erwachsen werden" verantwortlich ist.

Lions Clubs International ist eine in 185 Ländern tätige Service-Organisation mit weltweit rund 45.000 selbstständigen Lions Clubs und etwa 1,5 Millionen aktiven Mitgliedern. Unter dem Motto " We serve – Wir dienen" engagieren sie sich für die Allgemeinheit. Ein Schwerpunkt ihres Engagements ist die Förderung der Jugend.

Quest International ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in den USA, die 1975 zu dem Zweck gegründet wurde, Präventionsprogramme nach dem Konzept der "Life Skills Education" (Lebenskompetenzerziehung) für den Einsatz in allen Schulstufen zu entwickeln. Eines dieser Programme ist "Skills for Adolescence", das in Deutschland "Erwachsen werden" heißt.

"Erwachsen werden" fördert

  • die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens und Selbstwertgefühls
  • die Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen und denen der anderen
  • die Fähigkeit, Kontakte aufzunehmen, Freundschaften aufzubauen und Beziehungen einzugehen
  • kritisches Denken und den Mut, die eigene Meinung offen zu vertreten
  • die Bereitschaft, sich für sich selbst und andere zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen, und so das Bewusstsein, etwas bewirken zu können und daraus Bestätigung zu erhalten
  • die Fähigkeit, sich verantwortlich zu entscheiden und auch zu handeln.

Mit dem Erwerb solcher Kompetenzen sind Jungen und Mädchen gut auf die Bewältigung von Problemsituationen vorbereitet: 

Sie haben geübt …

  • Nein zu sagen zu psychischen und physischen Gefährdungen
  • standfest gegenüber Gruppendruck zu bleiben
  • Rückschläge und Enttäuschungen zu verarbeiten
  • Wirkungen und Risiken von Suchtmitteln kritisch zu beurteilen