Textiles Gestalten

Das Fach Textiles Gestalten umfasst nicht nur das Erlernen von Techniken und Herstellen von Technikproben. Vielmehr streben wir neben der zu vermittelnden Technik an, erlernte Grundlagen weiter entwickeln und erproben zu lassen, kulturelle Hintergründe und Bedeutungen aufzudecken und Problematiken von Mensch und Umwelt zu berücksichtigen.

Das Fach Textiles Gestalten benötigt ständig viel Material. Daher sind wir für Sachspenden stets sehr dankbar.

Derzeit können die Schüler und Schülerinnen der Klassen 5 und 6 für je ein Halbjahr zwischen den Fächern Textiles Gestalten und Gestaltendes Werken wählen. Beide Fächer gehören in diesen Klassenstufen zum Pflichtbereich.

In Klasse 5 wird eingangs auf die verschiedenen Erscheinungsformen von Textilien in unserer Umwelt eingegangen. Des Weiteren erproben die Schüler und Schülerinnen an Freundschaftsbändern verschiedene Muster, von denen sie eines in Form eines Schmuckbandes umsetzen. Abschließend gestalten die Schüler und Schülerinnen einen applizierten Filzelefanten mit individuellen Stickereien.

In Klasse 6 werden Stoffeigenschaften in Experimenten herausgearbeitet und deren Vor- und Nachteile für unser Bekleidungsverhalten aufgezeigt. Die Schüler und Schülerinnen erfahren kulturelle und geschichtliche Aspekte beim Herstellen eines Perlarmbandes mit individueller Botschaft. Zu überraschenden und begeisternden Momenten kommt es beim Shibori-Färben, das entweder in Form von Kissenhüllen oder T-Shirts als bleibendes Lieblingsstück endet.

In den Klassenstufen 7 und 8 kann das Fach Textiles Gestalten als Wahlpflichtunterricht angeboten werden.

Leistungsmessung und –beurteilung

Die Zensur im Fach Textiles Gestalten setzt sich zu 50% aus dem Werkstück, zu 40% aus dem Werkprozess und zu 10% aus der mündlichen Mitarbeit / Heftführung zusammen.

 

Beim Werkstück werden benotet:

  • Kreativität (Originalität, Ideenreichtum)
  • Sachgerechte Ausführung
  • Steter Leistungszuwachs (am Werkstück erkennbar)
  • Ausgewogenheit von Funktion, Material, Form und Farbe

Zum Werkprozess gehören:

  • Selbstständiges Arbeiten nach Arbeitsanweisungen
  • Finden von individuellen Lösungsmöglichkeiten
  • Berücksichtigen von Gestaltungskriterien
  • Sachgerechter und sparsamer Umgang mit den Materialien
  • Hilfsbereitschaft und Arbeitsökonomie
  • Beschaffung von geeigneten Materialien
  • Entwickeln und Erproben von Gestaltungsmöglichkeiten
  • Individuelle Fähig- und Fertigkeiten
  • Sorgfalt
  • Ausdauer

Zur mündlichen Mitarbeit und Heftführung gehören:

  • Kenntnisse spezieller Merkmale von Textilien
  • Kenntnis und Anwendung von Fachbegriffen
  • Kontinuität
  • Beteiligungen an Diskussionen
  • Berichte über Ergebnisse von gemeinsamen Erarbeitungen
  • Entdecken und Abstrahieren bei gemeinsamen Erarbeitungen
  • Konstruktive Kritik
  • Sachlich begründetes Vertreten eigener Auffassungen